Menschen machen das nicht mehr. Platten, die sich allein für die Intros so viel Zeit lassen, dass das Sounddesign der Platte auch von Anfang an klar werden kann und klar ist, daß es nicht im Prinzip erst mal um den Dancefloor geht, auch wenn er bebt. Glücklicherweise gibt es Labels wie Orac und Leute wie Dapayk, die sich nicht drum schweren, was man macht und dann einen Track wie diesen raushauen, der mindestens so weit draußen ist, wie - hm, Beispiel, ah, habs - Saber Platten seinerzeit, als Techno noch zusammengelötet wurde. Pures Sounddesign mit atemberaubenden Szenerien und massivem Wumms, der einem das Hirn schält, noch bevor man nach der Anästhesie rufen möchte. Und die Rückseite mit ihren beiden ziemlich aussergewöhnlichen Tracks beweist, dass das bei Dapayk kein Einzelfall ist, sondern Methode. Definitiv gehört er, nicht nur nach dem sensationellen Dapayk & Padberg Album zu denen, die Minimal aus der viel beschworenen Krise helfen werden, nicht weil es dessen bedürfte, sondern weil es Musik braucht, die ein paar Schritte weiter draussen ist als alles andere. Was für ein Monster.
– bleed, de:bug [•••••]